Folge 15: Wie gelingt die Transformation im Automobilland Niedersachsen? mit Imelda Labbé & Prof. Dr.-Ing. Thomas Vietor
Shownotes
Die deutsche Automobilindustrie steht vor einer ihrer größten Transformationen: Elektromobilität, Digitalisierung, internationale Wettbewerbsverschiebungen und steigende Energie- und Produktionskosten verändern die Branche grundlegend. Hinzu kommen geopolitische Spannungen, neue Handelsbarrieren und der wachsende Innovationsdruck aus Asien und den USA. Gleichzeitig investieren Hersteller und Zulieferer massiv in neue Technologien, nachhaltige Antriebskonzepte und die Mobilität der Zukunft. Doch wie gelingt dieser Wandel? Welche Rahmenbedingungen braucht die Industrie, um international wettbewerbsfähig zu bleiben? Welche Rolle spielen Forschung, Innovation und neue Produktionsstrukturen – etwa bei Batteriezellen oder digitalen Fahrzeugplattformen? Und wie sieht Mobilität in zehn Jahren überhaupt aus? Darüber spricht IHKLW-Präsident Andreas Kirschenmann in dieser Folge mit VDIK-Präsidentin Imelda Labbé und Prof. Dr.-Ing. Thomas Vietor, Leiter des Instituts für Konstruktionstechnik.
IHK-Artikel "Transformation gestalten, Zukunft sichern": https://www.ihk.de/ihklw/online-magazin/unsere-region/afdr-transformation-automobilwirtschaft-6309652 Weiterführende Informationen zu den Lithium-Ionen- und Natrium-Ionen-Batterien: https://www.large-battery.com/de/blog/na-ion-vs-li-ion-batteries-2025/
Transkript anzeigen
00:00:00: Die europäische Automobilwirtschaft war über viele Jahrzehnte weltweiter Innovationsführer.
00:00:07: Und wenn wir diese Position beibehalten wollen, dann müssen wir jetzt schleunigst dafür sorgen dass wir die Rahmenbedingungen schaffen um diese Innovationsführerschaften den neuen Technologien eben wieder zu erlangen beziehungsweise uns da an die Spitze zu setzen.
00:00:23: ein großer Gamechanger wird das autonome Fahren werden und da müssen wir dran bleiben dass weil uns dieses Geschäftsfeld nicht wegnehmen lassen.
00:00:31: Das halte ich für eine ganz wesentliche Technologie.
00:00:33: in der Elektromobilität, ist es nicht ganz so gut gelungen.
00:00:36: aus meiner Perspektive aber beim autonomen Fahren müssen wir wirklich weiterhin Gas geben und da haben wir meiner Meinung nach immer noch ne Chance.
00:00:45: Moin Wirtschaft!
00:00:46: Der Wirtschaftspotcast der IHK Lüneburg-Wolvesburg.
00:00:53: Herzlich willkommen zu Moin-Wirtschaft.
00:00:55: mein Name ist Andreas Kirschmann.
00:00:57: Ich bin Präsident der Industrie und Handelskammer Lüneberg-Wolsburg und Unternehmer.
00:01:01: In diesem Podcast spreche ich mit Menschen aus Wirtschafts- und Politik über die Themen, die uns bewegen.
00:01:07: Wir wollen die Dinge klar benennen und mit Experten über die wichtigen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit diskutieren.
00:01:13: wir wollen Impulse und Denkanstöße geben denn es ist viel zu tun damit unsere Wirtschaft wieder erfolgreich sein kann.
00:01:28: Heute ist Dienstag der sechsohnzwanzigste Mai zwei tausend sechsund zwanzig.
00:01:32: Ich kann mich noch gut an die frühen siebziger Jahre erinnern.
00:01:35: Damals hatten sich meine Eltern das erste Auto gekauft, ein hellblauer VW Käfer.
00:01:40: Aus heutiger Sicht eine wunderbar knatternde Ikone der deutschen Industriegeschichte auf deren Rückbank ich einen Teil meiner Kindheit verbrachte – aber mehr!
00:01:49: Das Auto war ein wesentlicher Teil der deutschen Wirtschaftswunder-Geschichte.
00:01:52: Über inzwischen fast hundert Jahre hatten deutsche Autos an der Welteinliege deren Ruf.
00:01:57: Die Automobilindustrie war ein Garant des wirtschaftlichen Erfolgs im Inland wie im Ausland auch mitverantwortlich für unseren Wohlstand.
00:02:05: Doch wie ist die Situation heute?
00:02:07: Elektromobilität, Digitalisierung und internationaler Wettbewerb verändern Märkte, Produktionsprozesse und Geschäftsmodelle rasant.
00:02:15: Gleichzeitig setzen steigende Energiepreise, geopolitische Spannungen und Zölle die Hersteller- und Ziellieferer unter Druck.
00:02:22: Doch wie kann die Transformation der Branche gelingen?
00:02:25: Welche technischen Entwicklungen werden die Mobilität der Zukunft prägen?
00:02:29: Können wir auch in Zukunft mithalten und gegen den neuen Player bestehen!
00:02:33: Darüber spreche ich heute mit der Präsidentin des Verbandes, der Kraftfahrzeughersteller VdK Imelder Labé und Professor Dr.
00:02:41: Thomas Wittor, Leiter des Instituts für Konstruktionstechnik an der TU Braunschweig und Vorstand des Niedersächsischen Fahrzeugforschungszentrums.
00:02:49: Herzlich willkommen!
00:02:50: Hallo!
00:02:50: Ja guten Morgen zusammen.
00:02:52: vielen Dank für die Begrüßung.
00:02:53: Moin schön dass es geklappt hat heute morgen am Dienstag nach Pfingsten weil zum einstieg eine kleine Frage an Sie Frau Labé Die Automobilindustrie in Deutschland, wenn Sie mal ganz kurz so die Entwicklung oder die Bedeutung der Automobil Industrie und die Entwicklung der letzten Jahre zusammenfassen.
00:03:10: Wie ist die aktuelle Situation?
00:03:12: Ja, die Automobil-Industrie in Deutschland ist nach wie vor einer der wichtigsten Industriezweige.
00:03:18: Die Industrie selber macht mit Vierneinhalb Prozent des Bruttoinlandsprodukts natürlich einen großen Anteil.
00:03:25: Wir haben über zwei Millionen Arbeitsplätze und dazu kommt eine gehörige Zuliefererindustrie und dann natürlich auch die Hersteller, die ich jetzt in unserem Verwand vertrete.
00:03:36: Die internationalen Herstelle, die also entweder in Europa oder darüber hinaus produzieren und nach Deutschland einliefern.
00:03:45: sehr bedeutsam und mitten in der Transformation.
00:03:49: das heißt wir transformieren von einer Industrie in Kompetenzen, die völlig neu sind im Bereich der Software und im Bereich Der Batterie Chemie.
00:04:01: Also eine echte Transformation mit neuen Kompetensen und auch mit veränderten Kundenanforderungen.
00:04:07: also eine ausgesprochen spannende und herausfordernde Phase.
00:04:12: Nun hört man ja in den Medien dass insgesamt schon über hunderttausend Jobs in der deutschen Automobilindustrie verloren gegangen sind.
00:04:19: Worauf ist das zurückzuführen?
00:04:21: Zum einen natürlich auf eine gestiegene Wettbewerbsintensität.
00:04:26: Die Fertigung außerhalb Europas ist sicherlich kostenseitig in der Herausforderung für den Standort in Deutschland und in Europa, das heißt daraus entsteht Effizienz.
00:04:40: aus dieser Effizenz und Aus der Automatisierung die natürlich auch die neue Technologie ermöglicht entwickelt sich dann auch eine Reduktion des Bedarfs an Arbeitskräften.
00:04:52: Darüber hinaus ist es aber auch so, dass der Bedarf an Fahrzeugen in Deutschland seit der Corona-Pandemie nachgelassen hat.
00:05:01: Wir liegen aktuell bei einem Markt von etwa zwei Komma acht Millionen.
00:05:06: Wir waren vor der Corona Pandemie deutlich über drei Komma zwei, drei Kommas drei Millionen.
00:05:12: und diese Reduktionen der Kundennachfrage reduziert natürlich auch das Produktionsvolumen.
00:05:20: Und dazu kommt dann noch sehr bedeutend eine andere Wirtschaftspolitik global,
00:05:27: d.h.,
00:05:27: wir haben mehr Zölle und mehr Abschottung in den Märkten und eine erstarkende Industrie in China die das Exportvolumen der deutschen Automobilindustrie unter Druck setzt.
00:05:41: Auch daraus entwickelt sich dann natürlich eine Anpassung der Produktionskapazitäten.
00:05:46: Machen wir zu dem Thema Arbeitskosten, wie groß ist der Unterschied zu den internationalen Playern?
00:05:53: Wenn man sich mal die Produktion in Deutschland anschaut.
00:05:56: Ja schwer zu sagen weil es natürlich auch an der Automatisierung und den Stromkosten hängt.
00:06:04: aber der Arbeitskostennunterschied im Vergleich zu chinesischen Herstellern und auch Hersteller im Osteuropäischen und Südeuropäischen Raum ist schon sehr bedeutend.
00:06:18: Zum einen was die Lohnkosten betrifft, aber zum anderen insbesondere was die Stromkosten Betrifften das es ein echter Standortnachteil für den deutschen Standort.
00:06:30: Das heißt also unser Standardthema dass wir auch als IHK Organisation in die letzten zwei drei Jahre immer wieder nach vorne treiben.
00:06:37: Keine gute Idee, eine Industrienation mit so hohen Energiepreisen zu betreiben ist auch für die Automobilindustrie natürlich relevant.
00:06:45: Ja in zweierlei Hinsicht relevant auf der einen Seite auf der Fertigungsseite als Kostenfaktor aber in der Transformation zum Elektrofahrzeug hin natürlich dann auch Mitblick auf die Haltekosten.
00:06:59: auch da ist der Strompreis sehr entscheidend für den Betrieb eines Fahrzeugs, also analog zum Spritpreis.
00:07:08: Und wenn der StromPreis in Deutschland signifikant höher ist als in anderen Märkten, insbesondere auch wenn wir direkt über die Grenze nach Frankreich schauen aber auch im Vergleich zu den nordischen Ländern dann ist es natürlich eins der Hindernisse was Leute davon abhält auf ein Elektrofahrzeug um zu steigen, obwohl sie mit dem Elektrofahrzeug alle gute Erfahrungen machten und das Fahrzeug an sich sehr positiv beurteilen.
00:07:38: Aber der Strompreis ist ein echtes Hindernis.
00:07:40: Es hat sich ja auch in der Technik in den letzten Jahren einiges getan und es kommt sicherlich noch einiges.
00:07:45: Denken wir mal an den Feststoffakku oder irgendwann über die Feststoffbatterie, die möglicherweise an den Start kommt?
00:07:51: Die Reichweiten haben sich verändert.
00:07:53: Was hat sich jetzt technisch getan?
00:07:54: seit unserem letzten Gespräch vor drei vier Jahren glaube ich in der Entwicklung bei den E-Fahrzeugen.
00:08:00: Vielen Dank, also zum einen weiß ich nicht drei vier Jahre ist jetzt für mich schlecht abzugrenzen.
00:08:05: aber wir haben natürlich die Elektromobilität die sich massiv weiterentwickelt hat.
00:08:09: Wir haben unterschiedliche Antriebsarten.
00:08:11: dann die Batterietechnik.
00:08:13: wir haben momentan noch die flüssige Elektrolytbatterie.
00:08:16: irgendwann werden den Wechsel zur Feststoffelektrolyte Batterie sehen.
00:08:20: Produktionskapazitäten in Europa werden aufgebaut.
00:08:23: das war ja lange Zeit nahezu keine Produktionskapazität für Batteriezellen in Europa gab und ich glaube das ist natürlich auch eine riesen Chance.
00:08:32: Dann die Digitalisierung nimmt natürlich überall Einzug, meine Gut jeder ist mit der Digitalisierung vertraut oder nicht vertraute.
00:08:39: aber im Automobilwirtschaft habe ich natürlich verschiedene Faktoren der Digitalisierung.
00:08:44: einmal Die Erstellung des Produkts im Werk dann die Entwicklung des Produktes und dann auch für den Kunden der viel digitaleres Produkt hat als das vielleicht in der Vergangenheit oder heute noch der Fall ist.
00:08:56: Und wir sprechen ja auch davon, dass sich die Fahrzeuge einmal zu digitalen Smartphones auf Rädern entwickeln und das macht natürlich nochmal deutlich, dass die Software eine viel entscheidende Rolle spielt.
00:09:09: Ich habe selber Autos in Produktion gebracht.
00:09:11: da war Software immer ein Risiko aber es mit der heutigen Zeit gar nicht mehr vergleichbar.
00:09:15: Da wird das Auto dann zunehmend um die Software herum entwickelt und gebaut also verschiedene Faktoren die Digitalisierung massiv beeinflussen und den Kunden und auch die Herstellung massiv beeinflussend.
00:09:28: Das sind so vielleicht die ganz großen Faktoren, die ich jetzt mal nennen möchte?
00:09:32: Vielleicht steigen wir noch ein bisschen detaillierter ein.
00:09:34: Wenn wir uns das Thema Batterie- und Reichweite angucken, dann kommen wir ja aus einer Entwicklung wo wir mal mit drei, vierhundert Kilometern angefangen haben.
00:09:44: Inzwischen sind ja Reichweiten von siebenhundert oder mehr Kilometer möglich also müsste doch eigentlich einen ziemlich Positiver Booster gewesen sein auch für die Attraktivität von solchen Fahrzeugen, für die Konsumenten?
00:09:57: Subjektiv wird die Reichweite immer als einschränkend empfunden.
00:10:01: Das denke ich vielleicht auch.
00:10:02: wenn ich meine Diesel-Fahrzeugtanke fahre ich tausend Kilometer.
00:10:05: wie oft brauche ich das denn wirklich?
00:10:06: Die meisten Strecken fahrei ich dreißig, vierzig, fünfzig Kilometer.
00:10:09: manchmal kann ich dann ganz mit einer kleinen Batterieladung auskommen.
00:10:14: Aber ich denke, dass das natürlich psychologisch ein sehr wichtiges Argument ist und sicherlich auch objektiv dann irgendwann mal ein Argument.
00:10:20: Ist, dass sich größere Reichweite haben möchte.
00:10:23: mit den sieben acht hundert Kilometer diese gerade angesprochen haben glaube ich, dass es jetzt geschätzt neunzig fünfneinzig Prozent der Kunden die werden gar keine grössere Reich weite benötigen.
00:10:33: wenn man in dem Bereich der kommerziellen Fahrzeuge geht wo ich dann noch mehr Last transportiere da mag das dann nochmal kritischerer Faktor sein.
00:10:41: Ich glaube aber Die nicht verfügbarkeit meiner Ladesäule auf dem Haus oder im Grundstück, dass das zyschologisch immer noch eine Rolle spielt.
00:10:49: Wenn ich einige Kunden sehe die dieses Fotovoltaik aufm Dach haben und das Auto auf mein eigenem Grundstuck für dies Elektromobilität derzeit ja sehr praktisch und darstellbar wenn sie denn das Geld aufwenden?
00:11:01: Wenn ich in der Stadt bin in einer Eigentums-Wohnungssiedlung dann ist es natürlich schon wieder ein bisschen anders.
00:11:07: Ich wurde selbst im Zentrum von Braunschweig sehlich auch ne Privilegierte Situation, aber da muss ich ein ganzes Stück weiterfahren.
00:11:14: Damit ich eine Ladesäule bekomme.
00:11:15: bei uns aus dem Haus könnte jetzt kein Kabel aus dem Fenster raushängen lassen und das wird von mir immer noch als negativ empfunden.
00:11:22: dann aber auch nur so lange die Ladezeiten groß sind.
00:11:26: wenn ich fünf zehn Minuten mein Auto auf achtzig neunzig Prozent tanken kann dann wird auch glaube ich dieser Faktor wegfallen sodass ich glaube wir brauchen psychologische Zeit lang um uns dahin zu migrieren dass aber technologisch sehr vieles in diese Richtung sich bewegt.
00:11:41: Und wenn ich heute ein modernes Elektrofahrzeug kaufe, denke ich, dass man als Kunde keinen Nachteil mehr hat.
00:11:47: Ich muss dann aber bereit sein das Geld in die Hand zu nehmen oder eine Lage sein, da sich so einen Fahrzeug kaufen kann.
00:11:54: und dann kommt sicherlich noch zum Tragen, dass vielleicht eine gewisse Latente Angst bei den Leuten ist was es denn, wenn die nächste Batterie Generation kommt?
00:12:02: Was ist denn mit meinen Wiederverwertungspreisen?
00:12:05: Kann ich mir das denn erlauben?
00:12:06: Ich glaube, das hat die Leute stark verunsichert!
00:12:09: Ich glaube, das ist auch ein Thema.
00:12:11: Ich schaue auf die Reichweite als professioneller Nutzer der lange Streckenpferd oder auch als jemand, der eine kleine Flotte hat mit Außendienstfahrzeugen, die bundesweit unterwegs sind und unsere Kunden besuchen.
00:12:23: Die fahren den ganzen Tag rum.
00:12:24: Die brauchen schon Reichweiten.
00:12:26: Ich habe mir in China vor einigen Monaten mal ... Als ich zu einer Messe war im Laden ein SUV angeschaut, da war richtig groß.
00:12:39: Es gab einen Laden in dem es Handys und Autos gab.
00:12:42: Ist leicht zu erraten welcher Ersteuer das war?
00:12:44: Und ich war von diesem Fahrzeug erstmal von seiner technischen Konfiguration beeindruckt vom Design, der Ingestaltung, Massagesitze, Business Seats, Ambientebeleuchtung, Computer, kleines Kino, hinten fährt eine Leinwand runter.
00:13:02: also ein Auto mit sieben Sitzen eine tolle Ausstattung am Ende einer Reichweite mit elektrisch und range extender von tausend vierhundert Kilometern für einen Preis, der umgerechnet ungefähr bei siebzig Tausend Euro lag.
00:13:19: Und habe ich mir gedacht wow das ist ne ziemliche Ansage!
00:13:22: Das Thema Range Extender könnte ja auch für die professionellen Nutzer in Deutschland-Europa ein Argument sein.
00:13:29: auf solche Fahrzeuge umzustellen gibt es aber noch nicht so richtig.
00:13:33: woran liegt das?
00:13:34: Also ich kann jetzt natürlich nicht nur den Kunden wiedergeben, da bin ja auch genauso Kunde wie sie.
00:13:40: Ich würde mal sagen als Entwickler schlagen das zwei Herzen meiner Brust auf.
00:13:44: der einen Seite.
00:13:45: Ich habe die sehr aufwendige elektromotorische Technologie mit einer großen Batterie und hab dann noch einmal die verbrennungsmotorische technologie und muss auch noch den Kraftstoff damit führen.
00:13:55: selbst wenn es bei einem Range Extender vergleichsweise wenig Kraftstoff ist erscheint mir so ein bisschen doppelt gemoppelt.
00:14:03: den hohen Wirkungsgrad des Elektromotors und eine leistungsfähige Batterie muss dann noch mal ein Range Extender drauf machen.
00:14:09: Ich würde für mich persönlich sagen, das ist ne Übergangstechnologie die ich jetzt in der Zukunft persönlich nicht mehr sehe.
00:14:16: aber das mag meine eigene sehr individuelle Meinung da sein.
00:14:20: Aber wenn der Markt in China sagt wir haben solche Fahrzeuge wir brauchen solche Fahrzüge dann lässt er sich natürlich von meiner Meinung kaum beeinflussen.
00:14:28: Und vielleicht ist es so, wenn ich genauer nachdenke habe in meiner Familie sogar eine Familie die meist elektrisch fährt.
00:14:36: Aber dann, wenn die Batterie gegen Ende geht, ist auch ein Verbrenner mit an Bord.
00:14:40: also bei denen hat das schon zu einem Durchbruch der Akzeptanz geführt.
00:14:44: Also ich gebe Ihnen indirekte Recht.
00:14:47: Nimmt den Leuten vielleicht ein bisschen die Unsicherheit?
00:14:49: Wenn Sie keine Ladeseule finden oder denken, ich komme nicht weit genug dass sie dann den Range extender zuschalten und wird die Batteries per Generator quasi mit Kraftstoff nachgeladen, aber zumindest habe ich dann mehr Flexibilität.
00:15:00: Wie schätzt denn das der Verband ein?
00:15:02: Was sagen denn die Herrscher dazu?
00:15:04: Wir müssen einfach auf unterschiedliche Kundenanforderungen eingehen.
00:15:08: was wir sehen?
00:15:09: es gibt einen Bedarf an Stadtautos.
00:15:11: da ist die Reichweite in der Tat eigentlich gar kein Thema.
00:15:14: Da ist der Einstiegspreis entscheidend.
00:15:17: Das sind rein elektrische Fahrzeuge die unter zwanzigtausend Euro anzubieten sind.
00:15:22: dreihundert Kilometer Reichweide voll elektrisch Da ist ein großer Bedarf.
00:15:27: Dieses Segment wurde im Verbrennerbereich durch eine überbordende EU-Regulierung, gerade für die deutsche Automobilindustrie oder die europäische Industrie unattraktiv weil die Auflagen so hoch waren dass das wirtschaftlich nicht mehr darstellbar war hat vielleicht auch internationalen Hersteller die Tür geöffnet jetzt gerade in Deutschland anzubieten.
00:15:50: die europäischen Herstellern ziehen nach Eine Segment.
00:15:55: Dann gibt es natürlich inzwischen eine Batterietechnologie, die in der Tat sieben achthundert Kilometer ermöglicht zu ihrem Preis.
00:16:05: und ich glaube dort ist das Entscheidende für den Kunden die Ladezeit.
00:16:11: Und auch dort ist schon ne sehr große Herausforderung für die europäische Automobilindustrie weil internationale Hersteller inzwischen Technologie anbieten Also gerade der, den sie eben angesprochen hatten.
00:16:26: Auf der Automesse in China war so das Thema, das beherrschende Thema was ich mitgenommen habe.
00:16:32: Entwicklungsziel ist Laden innerhalb einer Kaffeepause also zehn Minuten von zwanzig auf achtzig Prozent für eine Reichweite von hundert Kilometern technologisch möglich.
00:16:45: Hängt aber an der Infrastruktur, Ladeinfrastruktur.
00:16:49: und da kommen wir auf den entscheidenden Punkt.
00:16:51: die Lade-Infrastruktur in Deutschland ist gut an Autobahnen Sie entwickelt sich auch in Einkaufszentren.
00:16:58: ganz schlecht ist sie nach wie vor im urbanen Bereich also in Berlin wo sie immer noch sechzig-siebzig Elektrofahrzeuge Ladepunkt haben, insbesondere im Schnellladebereich und hier ist ein dringender Handlungsbedarf.
00:17:13: Zu dem Thema Plak-Inhybride ist zu sagen dass natürlich eine Reichweite Angst da ist gerade für die die beruflich auch sehr viel unterwegs sind.
00:17:22: Die Bundesregierung hat ja Flottenfahrzeuge und Dienstwagen steuerlich sehr stark gefördert auf Plak Inhybrides Und die europäische Industrie hat sehr stark auf diese Plak-Innhybride gesetzt.
00:17:36: Das sind also Fahrzeuge, die sowohl einen vollwertigen Verbrenner als auch einen vollwärtigen Elektromotor haben.
00:17:43: Entsprechend teuer.
00:17:45: und da kommt China jetzt mit einer Technologie ... Die gab es in Europa, ich hab bei Opel im Jahr den Ampere eingeführt.
00:17:53: Der hatte diesen Plak in Hybriden schon.
00:17:56: das ist keine neue Technologie Eine Technologie, die ökologisch sicherlich nicht die effizienteste ist und deshalb wurde sie auch abgelegt.
00:18:06: Auch aus ökologistischen Erwägungen würde aber zustimmen dass das vielleicht eine gute Brückentechnologie ist, die auch sehr wirtschaftlich darstellbar ist.
00:18:15: weil man darf nicht vergessen wenn man in China anschaut wie diese Plak-Inhybride verkauft werden dann werden die zum Preis eines Verbrenners oder unter dem Preis eines Verbrenners verkauft Und dann gibt es für den Kunden, der nicht in den urbanen Umfeldern erlebt sondern etwas mehr in der Peripherie.
00:18:36: Gibt's natürlich überhaupt keinen Grund auf dieses Angebot nicht einzusteigen?
00:18:41: Ist denn der Range Extender auch ein Plug-in Hybrid?
00:18:44: also der Range extender hat ja nur ein Elektroantrieb und lebt über einen Generator, der langsam mitläuft.
00:18:49: ich glaube wenn ich da falsch liege wie du korrigieren sie mich bitte, legt ihr die Batterie nach und der Antrieb erfolgt immer elektrisch Während es ja die anderen Fahrzeuge gibt, das hatten wir auch in der IHK.
00:19:02: Da gibt's ein Fahrzeug mit vollwertigen Verbrennungsmotor dabei und einen Elektroantrieb.
00:19:06: Das heißt natürlich mehr Gewicht dadurch wieder mehr Kraftstoffverbrauch wenn ich mit dem Benziner fahre und mehr Strom verbrauche wenn ich elektrisch war weil ich den schweren Motor mitschleppen.
00:19:16: Wie ist das zu unterscheiden?
00:19:18: Also die Entwicklung Plug-in Hybrid ist wahrscheinlich energetisch ineffizient.
00:19:23: Wenn man aber jetzt auf der range extender geht würde man damit nicht mit relativ geringen kosten zusätzlich.
00:19:29: Noch mal deutlich mehr push auf das thema bringen
00:19:32: also vielleicht relativ gerenge kosten.
00:19:34: sie müssen ja immerhin verbrennen noch einmal mitführen selbst wenn es ein reduzierter verbrenner von der leistung her ist, Sie müssen natürlich auch den kraftstoff noch mitfüllen.
00:19:43: dass wieder strebt mir so als package orientiert und fahrzeug ist immer wenig platz.
00:19:48: dann muss ich jetzt nochmal zwei zusätzliche elemente mitfühlen.
00:19:51: der vorteil ist natürlich kleine Verbrenner immer optimal arbeiten kann.
00:19:56: Ein normaler Verbrenners arbeitet in allen möglichen Wirkungsgraden, die sind relativ schlecht und der Range Extender-Verbrenner kann immer indem für den Verbrennern optimal wirkungsgerad fahren weil er nur das Laden und das einladende Batterie macht er nicht aber das Laden der Batterie dann vornehmt.
00:20:12: also energetisch würde ich sagen ist es wenn man einen Verbrenna hat dann ist es eine ideale energetische Nutzung.
00:20:19: Aber ich habe weiterhin nur den maximalen Wirkungsgrad eines Verbrennungsmotors, auch wenn ich da nur einen Bruchteil der Zeit dann letztendlich darüber den Antrieb speisen muss.
00:20:30: Also eine weitere Übergangstechnologie aber nicht die langfristige Lösung?
00:20:33: Ich glaube das hatte Frau Amelder ja auch gesagt dass es eher einer... Das würde ich jetzt persönlich zugestehen bin jetzt nicht der Marktexperte, da schließe ich mich der Expertise von Frau Ammelde an und bin natürlich auch genauer Kunde.
00:20:45: Wenn ich das Ganze jetzt bezahlen muss, dann entscheide ich natürlich auch nach meinem Geldbeutel.
00:20:49: Wenn so ein Auto fünftausend Euro mehr kostet als ein reines elektrisches, dann denke ich noch mal anders drüber nach ob wir jemals so Preise erreichen können wie Frau La Beda angekündigt hat dass man in China den unter dem Preis eines Verbrenners.
00:21:02: also Das ist natürlich schon eine andere Herausforderung.
00:21:06: Wenn wir auf die zweite Säule der E-Mobilität kommen es ist die Ladeinfrastruktur haben sie eben schon angesprochen und auch die Situationen in Berlin.
00:21:14: relativ viele Fahrzeuge auf einem Ladepunkt, was muss Politik machen?
00:21:18: Was brauchen wir auf der Ladeseite um das ganze Thema zu beschleunigen und auszubauen.
00:21:23: Also wir haben der Bundesregierung als Verband schon öfter nahegelegt dass wir einfach einen Masterplan brauchen.
00:21:30: Das sieht man auch in anderen Ländern wo dieser Hochlauf besser und in der Penetration der Elektrofahrzeuge auch stärker erfolgt ist indem man einfach sowohl ein Volumen prognostiziert als auch eine Verteilung regional, eine Prognose für den Strompreis und Maßnahmen um den Stromkreis zu steuern.
00:21:55: Und dann eben auch diese Ladeinfrastruktur zu planen.
00:21:59: wenn das alles losgelöst läuft und alle Protagonisten mit unterschiedlichen Annahmen auch hinsichtlich der Volumena und der Geschwindigkeit des Hochlaufs planen Dann kommen wir schnell in so eine Hände und Ei-Situation, die dann diese Transformation behinderten.
00:22:16: Das beobachten wir im Moment gerade weil die Technologie und das ist ja eben schon angeklungen, weil die technologie immer noch nicht endgültig ist.
00:22:26: also Beispiel man hat vor Jahren sehr stark auf Ladung wertgelegt aber eben nicht dieses Schnelllader.
00:22:34: Auch im urbanen Bereich, ich würde sagen dieses Thema ist schon wieder fast durch.
00:22:39: Weil die Schnelllade Technologie sich so weit entwickelt hat dass Kunden heute schnell zum Supermarkt fahren und dort laden und dieses urbane Laden an den G wegen oft keine Alternative ist.
00:22:54: auch deshalb weil auch da der Masterplan fehlt das heißt Ich muss bezahlen wenn nicht zu lange da stand Ich muss wegfahren nach vier Stunden.
00:23:03: Also jemand, der da abends ankommt über Nachtladen will findet dann nicht die richtigen
00:23:08: Lösungen.".
00:23:09: Die Bundesregierung hat tatsächlich ein Masterplan Ladeinfrastruktur jetzt in dritter Auflage initiiert und ist auch in großen Schritten weitergekommen.
00:23:20: Da geht es zum Beispiel auch um Anreize für Miethäuser, auch das ist schon angeklungen.
00:23:25: Mehrfamilienhäuse also das Bauen von Ladeinfrastruktur in Parkgaragen zum Beispiel.
00:23:31: alle diese Punkte müssen in einen gesamtheitlichen Plan mit einer Prognose wo wir dann hinsichtlich der Elektrofahrzeuge und ihrer Verteilung auf Stadt und Land In Zeit Abschnitten stehen werden und stehen wollen Und dann müssen die Maßnahmen darauf abgestimmt werden.
00:23:52: Das ist leider nicht in der Form erfolgt und führt jetzt auch in Teilen zu der Unzufriedenheit, bei den Stromerzeugern, die dann in ihren Ladestrukturen keine Auslastung finden so dass das wirtschaftlich auskömmliche ist.
00:24:08: Auch das führt natürlich zu Schwierigkeiten.
00:24:10: Ich würde sagen Wir müssen daraus lernen und müssen vor allem einen Masterplan für Die Nutzfahrzeuge und die Lkw-Branche entwickeln, weil dort ist das Thema natürlich umso relevanter.
00:24:23: Wenn man sich mal auf eine Autobahn rücke stellt und zehn Minuten lang alle Lkws zählt, die so durchfahren dann kann man sich ungefähr vorstellen was auch Deutschland Straßen los ist.
00:24:33: ich bin irgendwie letzte Woche mein Wohnmobil nach Ingolstadt gefahren und zurück.
00:24:37: da habe ich intensiv gesehen wie voll die Autobahnen mit LkW sind.
00:24:40: wenn ich mir vorstelle dass die alle sagen wir elektrisch fahren müssen oder vielleicht mit Wasserstoff, dann ist das ja ein erheblicher Umrissbedarf.
00:24:49: Was ist denn die Lösung für den LKW-Bereich?
00:24:51: Also für den gewerblichen Güterkraftverkehr.
00:24:53: Ist es auch elektrischer oder ist das Wasserstoff hervitor?
00:24:56: wie ist da die Einschätzung der Entwicklung aktuell?
00:25:00: also ich würde da auch differenzieren je nachdem wie groß der lkw ist welche Ladekapazität oder welche Tornage hat würde ich sagen ist die Batterie schon ziemlich gut in der Lage.
00:25:11: Aber ab einer gewissen Kapazität denke ich, dass man einen weiteren Kraftstoff benötigt.
00:25:17: Das kann vielleicht Wasserstoff sein.
00:25:19: aber das ist jetzt eine Aus- im Bauchvorhersage von mir.
00:25:23: Ich meine wo Sie gerade gesagt haben auf der Autobahn, ich meine gestern und am Feiertag da standen alle LKWs auf dem Rastplätzen wenn die jetzt alle gleichzeitig laden wollen dann alle müssen ja nicht gleichzeitig ladet.
00:25:33: es wird ja auch nur schrittweise dann gehen, dass sie die KW Flotte elektrifiziert wird.
00:25:37: aber das steht natürlich schon vor ne große Herausforderung.
00:25:40: Wobei ich jetzt natürlich noch mal der parallele Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur, das ist dann nochmal eine Herausforderung.
00:25:47: Ich glaube wir haben ja die Herausforderung der Ladeinfrastrukturen auch nicht ganz hinter uns.
00:25:52: und jetzt reden wir schon über den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur.
00:25:55: Ich meine irgendwo muss der Haushalt der Bundesregierung oder öffentliche Haushalte es natürlich begrenzt und selbst wenn privat da viel investiert wird.
00:26:02: aber gut ich bin jetzt kein Finanzwirtschaftler.
00:26:04: aber das scheint mir dann noch einmal eine weitere große Herausforderung.
00:26:07: Nach acht Jahren IHK-Präsent habe ich hier gelernt, alles was mit Infrastruktur zusammenhängt in Deutschland ist schwierig.
00:26:12: Dauert lange und ist teuer.
00:26:14: Aktuell haben wir ja genügend Themen mit anderer Infrastruktur die wir entstanden setzen oder gerade neu bilden, seien es die Straßen, die Bahn oder auch die digitale Infrastruktur.
00:26:24: aber nochmal zurück zur Ladung.
00:26:27: gibt's eine Schätzung wie groß das Investitionsvolumen für die Zukunft sein muss damit sagen wir mal einen befriedigen Zustand bei der Ladeinfrastruktur erreichen können.
00:26:36: Haben Sie dann eine Zahl, Frau Labé irgendwie?
00:26:38: Was fehlt noch?
00:26:39: Also wenn wir jetzt mal sagen, hundert Prozent wären okay.
00:26:42: Wir haben jetzt zwanzig, fünfundzwanzig Fünfzehn.
00:26:44: Wo liegen wir aktuell was die Lade-Infrastruktur angeht?
00:26:48: Wir liegen sicher schon über die Fünfzig Prozent.
00:26:52: also nochmal.
00:26:52: Wir müssen differenzieren zwischen urbaner Lade Infrastruktur und Infrastruktur auf Autobahnen und öffentlichen Parkplätzen.
00:27:02: Ich glaube, dass sie war schon sehr gut insbesondere an den Autobahns über sehr gut unterwegs.
00:27:08: Der Handlungsbedarf ist im innerstädtischen Bereich aber ich glaube das Wichtige ist auch da wie bei den LKWs noch umso mehr dass wir uns nochmal verdeutlichen dass die Technologie hier nicht still steht.
00:27:27: Also wenn wir in dem Tempo ausbauen, wie wir das im Moment machen und auch genehmigen.
00:27:34: Dann kommen wir zur Genehmigung, wenn schon die nächste Iteration an Technologie bereits im Markt ist Und das ist im Moment die Problematik im Standort Deutschland, dass wir da einfach viel zu langsam sind und der Technologie hinterherhängen.
00:27:48: Also wenn dieser chinesische Hersteller den sie vorhin so anmoderiert hatten mit seinen Flashcharging in Deutschland kommt dann bringt der Technologie, der tatsächlich das Laden in zehn Minuten ermöglicht aber wir werden keine Ladesstellen haben Weil dafür einfach die Voraussetzungen noch nicht geschaffen wurden und der versucht das jetzt selber, versucht sein Händler einzubinden.
00:28:18: Aber das wird natürlich nicht ausreichen und ich gehe davon aus dass andere Hersteller dann nachziehen weil der Kunde natürlich auch solche neue Technologie danach fragt und haben möchte.
00:28:30: Und dann kommen wir wieder in die nächste iteration eines Bedarfs dem wir in der infrastruktur gerecht werden müssen.
00:28:39: Und so ist es halt einfach, wenn man sich in der Transformation befindet und alle drei Jahre eine neue Technologie kommt.
00:28:46: Das wie mit der Batterietechnologie hatten wir eben schon gehört.
00:28:50: auch da erleben wir das im Prinzip alle zwölf Monate wieder ne neue Anschauung kommt und übrigens auch ständig eine Veränderung der Rahmenbedingungen.
00:29:02: was die Kosten betrifft.
00:29:03: Wenn sie sich die Kosten der Batterien anschauen dann sehen Sie, dass diese Kosten radikal gesunken sind über die letzten Jahre.
00:29:12: So ähnlich wie in der Solartechnik und das natürlich für den Industriestandort Deutschland noch mal eine Herausforderung der ganz besonderen Art darstellt.
00:29:22: Also kann man sagen, dass die technologischen Prozesse, die Entwicklungsprozesse die stattfinden einfach viel schneller sind als unsere staatlichen Entscheidungs- und Genehmigungsprozese.
00:29:33: Dass wir im Prinzip aufgrund der Regulierung, die wir haben ist nicht schaffen Technologien rechtzeitig sozusagen scharf zu schalten damit wir auch in den Genuss kommen sondern dass wir quasi immer hinterher hängen.
00:29:46: Zum einen auf Grund der Bürokratie in der Tat Zum anderen natürlich aber auch in der Einschätzung, der gemeinschaftlichen Einschätzungen aller Protagonisten hinsichtlich der Technologie.
00:29:58: Weil ich muss natürlich dann eine Prognose machen wie realistisch ich diese Technologie einschätze ob schnell laden in zehn Minuten Dann tatsächlich die beherrschende Technologie sein wird und darauf muss man sich schneller einstellen.
00:30:12: und das hat nochmal sagen wir, ein gemeinschaftlicher Masterplan ist wirklich sehr entscheidend und ganz wichtig.
00:30:20: Ist das in Ansicht passiert so etwas?
00:30:22: Wird darüber im Verkehrsministerium nachgedacht?
00:30:25: Geht da irgendwas voran oder ist man jetzt in der Erkenntnis weit fortgeschritten aber in der Umsetzung noch nicht besonders weit?
00:30:32: Ich wäre da optimistisch weil wir haben einen Masterplan Infrastruktur dass sind zentrale Punkte noch nicht abgedeckt insbesondere der Strompreis Aber immerhin hat man tatsächlich erkannt, dass dieser Masterplan notwendig ist und hat jetzt erste Elemente dort eingebaut.
00:30:50: Die auch wirklich mit Nachdruck in die Implementierung gebracht werden.
00:30:55: also insofern ist das Glas halt voll würde ich sagen.
00:31:00: aber dieses nach vorne gerichtete welche Technologien brauche ich welchen Strompreis braucht damit sich diese Technologie durchsetzt und auch einen Blick über die Grenzen des Ministeriums hinaus ins Wirtschaftsministerium zum Beispiel wäre wirklich wichtig.
00:31:17: Also wir sehen da noch ein bisschen zu viel Silo und zu wenig ganzheitliches Denken.
00:31:23: Ja gut, also das sind letztlich Parallelen, die wir auch zu anderen Themen aus unserem IHK-Portfolio sehen dass wir einfach merken staatliches Handeln ist überreguliert uns so langsam wichtiger Punkt Wir hatten ja den Bundeskanzler auf dem DIHK Tag vor drei Wochen und er hat ja auch nochmal klar adressiert, dass Bürokratieabbau eines der Hauptthemen sein muss für die nächsten Jahre.
00:31:49: Das höre ich auch von Politikern eigentlich das Land drauf und runter wenn man mal ehrlich ist.
00:31:54: aber der Hebel ist noch nicht so richtig dran an der Sache und der Fortschritt fehlt noch.
00:31:58: Aber da müssen wir auf jeden Fall gemeinsam dran bleiben und Druck aufbauen damit wir hier wieder flexibler und handungsfähiger werden, denn das ist ja auch Wettbewerbsfähigkeit.
00:32:06: Also wir glauben auch, wir brauchen nochmal einen neuen Blick auf den Föderalismus weil am Beispiel der Ladeinfrastruktur sehen wir eben auch dass die Umsetzung teilweise in den Kommunen dann stockt und aufgrund des Föederalismus ist jede Kommune autonohm.
00:32:27: Wir haben bei diesen kritischen Themen nicht genug Durchgriff, um die Dinge dann wirklich flächendeckend auch zu implementieren.
00:32:36: Sicherlich auch nochmal ein wichtiger Aspekt und nicht nur für die Automobilwirtschaft sondern generell.
00:32:41: Ja gut am Ende müssen die Sachen in den Kommunen genehmigt und geplant werden.
00:32:45: Flächen müssen zur Verfügung gestellt werden, Energie, dicke Kabel müssen in der Erde zwar von da wo der Strom gemacht wird oder wo er ankommt dahin wo geladen werden soll.
00:32:55: Das ist aufwendig, das hat mit mechanischer Arbeit zu tun und nicht einfach mit entscheiden.
00:32:59: Aber das ist ein sehr guter Punkt.
00:33:01: wenn wir noch mal auf die Technologie kommen jetzt hört man ja immer Ja, die deutsche auch Militonstrieh ist hinten dran.
00:33:07: Wir sind nicht mehr wettbewerbsfähig unsere Produkte sind zu teuer.
00:33:12: Wenn sie es mal einschätzen Herr Vitor bei den Technologien die kommen und bei den Entwicklungen.
00:33:16: vielleicht nochmal einen Satz von mir dazu.
00:33:18: ich sage immer Bei den Chinesen die Küchengeräte die ich da produziere sind gut und die haben viel gelernt, aber sie sind nicht unschlagbar.
00:33:27: Und ohne uns kriegen Sie es auch nicht hundertprohin.
00:33:31: also wie ist das in der Automobilindustrie?
00:33:34: Sind wir da wirklich so weit hinten, wie wir uns gegenseitig erzählen oder sieht's doch besser aus für Deutschland?
00:33:41: Also ich will natürlich positiv sprechen zum einen im Bereich der Entwicklung oder auch Systeme wie Fahrwerk oder Karosserie Sicherheit bei der Produktionsqualität, da stehen wir gar nicht hinten an.
00:33:57: Da sind wir eher immer noch führend – das behaupte ich jetzt einfach mal!
00:34:01: Aber wir haben natürlich Herausforderungen bei Software-Digitalisierung und bei Betriebssystemen aber auch bei Batterietechnologien.
00:34:08: Aber insgesamt denke ich, dass wir schon einen soliden Status haben.
00:34:12: Ich beobachte bei den mehr traditionellen Automobilherstellern ja Eine gewisse Verantwortung für die Produktionsstandorte, ich meine wenn ich ein Werk habe welches Verbrennungsmotoren herstellt.
00:34:26: Dann hab' ich eine andere Verantwortung das zu transformieren in einen Batteriewerk als dass sich überhaupt niemals Verantwortung hatte.
00:34:34: Verzeihung Ich will es jetzt gar nicht mit dem negativen Touch sagen ich baue bei null an.
00:34:39: Dann habe ich natürlich den Nachteil, ich habe keinen technologischen Kenntnis darüber aber ich habe keine Verantwortung gegenüber Mitarbeitern gegenüber Infrastruktur gegenüber Kapital Invest.
00:34:47: Und ich glaube da muss man den europäischen Automobilisten vielleicht auch den Amerikanen haben selbst bei einem amerikanischen Automobilist gearbeitet schon das Kompliment machen dass man versucht diese Transformation verträglich zu gestalten.
00:35:00: Diese Herausforderungen die haben andere dann eben nicht.
00:35:03: die können viel leichter frei entscheiden und ein Batteriewerk aufbauen, obwohl es kein verbrennungsmotorisches Werk vorher zugrunde hatte.
00:35:11: Man fängt mit dem Software Define K an, obwohl man nie einen Auto vorher entwickelt hat, weil man aus dem Bereich der Software kommt.
00:35:18: Das macht da manche Dinge natürlich leichter und man hat sich vielleicht ein bisschen hinweggesetzt bei uns das man geglaubt hat dass unser Vorsprung im Bereich von Karosserie-Fahrwerkantriebstrand, ich habe's gerade schon genannt, dass er so groß ist und das kaufen sich andere Hersteller aber auch ein.
00:35:34: Ja ich meine, ich bin in einem anderen Store gewesen in China.
00:35:37: Ich weiß nicht ob wir jetzt von dem Gleichen reden.
00:35:40: da war ein Elektronik Hersteller der eigentlich gar nicht mehr im Bereich Autos bekannt war.
00:35:44: Der hatte aber auf einmal Autos dastehen und was kam von ihm?
00:35:48: Das war die Software Und die Sensorik fürs autonome Fahren.
00:35:52: den Rest hat er in irgendeiner anderen Noname Firma zusammenbauen lassen.
00:35:57: Ansofern glaube ich dass wir ganz unterschiedliche Herausforderungen haben.
00:35:59: das hilft uns natürlich erst mal nicht wenn wir es uns mit unseren Produkten behaupten Aber ich glaube, dass wir in Summe einen guten Stand haben.
00:36:07: Wir müssen jetzt in einigen Gebieten aufholen und darauf weiter setzen.
00:36:12: Ich denke da haben wir eine ganz gute Perspektive.
00:36:15: Was würden Sie dazu sagen Frau LaBee?
00:36:17: Ja, ich würde dem zustimmen!
00:36:19: Wir müssen verstehen das wir in der Transformation in Gebiete unterwegs sind, in der keine Kernkompetenz im Moment vorhanden ist.
00:36:29: Deshalb ist es sicherlich am allerschwierigsten jetzt für die europäische Automobilindustrie im Bereich Batterie, Chemie wirklich Fuß zu fassen.
00:36:38: Weil die Investitionen, die dafür erforderlich sind weit über den normalen Investitionsumfang eines Automobilerstellers hinausgehen und die Rahmenbedingungen, die zum Beispiel die chinesische Regierung durch eine gezielte Förderung dieser Technologie geschaffen hat die lokalen Hersteller natürlich in enormem Vorteil versetzt.
00:37:00: Können wir das aufholen?
00:37:02: Ich glaube schon mit einem fokussierten Ansatz, man sieht ja viele der europäischen Herstellern gehen jetzt auch in Europa in das Thema Batterie mit der Unterstützung chinesischer Partner – das ist ein Ansatz!
00:37:17: oder wieder VW-Konzern mit wirklich enormen Investition und Aufbau einer Kernkompetenz in diesem Bereich.
00:37:26: Wird das gelingen?
00:37:28: Ich hoffe sehr, aber die Überzeugung ist auf jeden Fall da, dass es erfolgen muss.
00:37:34: Und was man sicherlich im Moment auch beobachtet, ist, dass der Kunde schon eine Kombination aus klassischen Kompetenzen also Fahrwerksicherheit Haptic, Innenraumqualität kombiniert mit Softwareautonomen-Fahrdiensten und Sicherheitssysteme und Batterietechnologie.
00:37:59: Und der, der es schafft diese beiden Themen unter Einholz zu bringen?
00:38:04: Der hat vielleicht wirklich auch gerade dem europäischen Kunden gegenüber sicherlich gute Startbedingungen.
00:38:11: Was sind denn die Themen europäische deutsche Autos in Zukunft punkten können.
00:38:16: Was haben wir in der Entwicklung denn gerade so im Vorlauf?
00:38:19: Wie weit sind wir zum Beispiel beim autonomen Fahren oder bei automatisierten Funktionen?
00:38:24: Rausfordernde Frage!
00:38:27: Wenn ich nach China gehe, dann setze ich mich in einen Taxi- und Fahrerautonom zumindest mal an den einigen Stellen in den USA wohl auch.
00:38:34: da bin ich aber selber noch nicht gewesen Und hier bei uns tun wir uns doch sehr schwer.
00:38:38: es gab vor kurzem größeres Rundgespräch in Berlin wo man sich darüber Gedanken gemacht hat Wie kommen wir das autonome Fahren weiter?
00:38:46: Und gerade im ÖPNV.
00:38:48: Ich halte das autone Fahren für extrem essentiell um die Landbevölkerung, wenn ich das so sage auch mit der Mobilität zu versorgen.
00:38:57: Denn heute Morgen in Braunschweig konnte ich das ÖPNW System positiv nutzen und das hört dann irgendwann mal außerhalb von Braunschwigs auf.
00:39:03: Wir wollen aber Lebensqualität ja überall hinbringen also brauchen wir autonomes fahren.
00:39:06: Das beantwortet jetzt nicht Ihre Frage.
00:39:09: Ich glaube, dass wir technologisch ziemlich weit sind beim Autonomenfahren.
00:39:12: Dass wir vielleicht mehr Experimentierhaftigkeit brauchen – Verzeihung!
00:39:16: Das geht natürlich auch um Menschenleben und um Sicherheit.
00:39:18: da ist es mit dem Experimentieren will keiner ein großes Risiko eingehen.
00:39:23: Ein großer Gamechanger wird das autonome Fahren werden und da müssen wir dran bleiben, dass bei uns dieses Geschäftsfeld nicht wegnehmen lassen.
00:39:31: Das halte ich für eine ganz wesentliche Technologie.
00:39:33: in der Elektromobilität ist es nicht ganz so gut gelungen, aus meiner Perspektive aber beim autonomen Fahren müssen wir wirklich weiterhin Gas geben und da haben wir meiner Meinung nach immer noch eine Chance.
00:39:43: Dann haben wir doch in Niedersachsen auch ein Versuchsfeld zum Thema autonomes Fahren und sie testen ja auch draußen schon wahrscheinlich und ich glaube durch das Aufkommen der künstlichen Illigenz hat sich hier auch nochmal was getan.
00:39:55: wie hat sich denn das eigentlich ausgewirkt?
00:39:57: Und wie ist der aktuelle Stand jetzt bei den Sachen die Sie so entwickeln?
00:40:00: Also
00:40:01: ich meine, wir haben hier vor der Haustür... Ich sitze jetzt am Flughafen in Braunschweig-Zermann-Blenkstraße.
00:40:05: Da fahren wir mit unseren eigenen Versuchsfahrzeugen.
00:40:07: Das sind jetzt keine Serienfahrzeuge und das ist ja auch nicht die Aufgabe einer Universität Serien Fahrzeuge zu bauen.
00:40:12: Mit denen fahren wir leistungsfähig auf und ab.
00:40:15: Wir haben die Firma Moja, die einfach mal um auch jetzt hier einen Hersteller dazu nennen, die da schon deutlich weiter sind Richtung Serienrealisierung.
00:40:25: Die Frage ist, wo ist der Markt für solche Fahrzeuge?
00:40:27: Wer kauft denn solche Fahrzeug?
00:40:29: Ist das ein privater Kunde oder ist es ein ÖPNV-Betreiber?
00:40:33: Diese Frage wurde da in Berlin nicht wirklich beantwortet.
00:40:37: Und wo prob ich das autonome Fahren?
00:40:39: Wo kann das ein Geschäftsmodell sein?
00:40:40: Da wird dann von den Herstellern gesagt, dass muss in Ballungszentren sein.
00:40:45: Da sagen die Politiker, ich muss aber auch die Lampbevölkerung mit Mobilität versorgen.
00:40:49: Ich kann das nicht nur in Berlin machen gehen die Leute andere Parteien wählen, wenn wir das ganz extrem sehen.
00:40:56: Also ich sehe da eine riesen Chance drin – Wir sind sehr weit mit der Infrastruktur, die wir hier in Braunschweig oder Niedersachsen haben.
00:41:03: Ich glaube, wir müssen mehr bundesweit koordinieren.
00:41:05: Ich freue mich über ein Projekt was nach Braunschwag kommt und aber einer solche Aufgabe zu lösen würde ich mir auch mehr Koordination insgesamt bundeswald wünschen damit man nicht in jeder Ecke sein Testfeld hat.
00:41:18: von den Akteuren, die an diesem Rundgespräch teilnehmen Die haben gesagt, wir brauchen keinen Feldversuch mit drei Autos.
00:41:24: Wir brauchen einen mit fünfhundert oder mit tausend Autos um wirklich das autonome Fahren in eine Richtung zu bringen und danach wird es dann kommerzialisiert.
00:41:33: Und da sehe ich dass ist.
00:41:35: bei der föderalen Struktur sind überhaupt nicht meine Aufgabe Politiker zu kritisieren.
00:41:39: Ich kann natürlich als Bürger jeden kritisiert.
00:41:41: ganz klar!
00:41:42: Wir müssen die föderale Struktur so nutzen dass wir zu einer gemeinschaftlichen Anstrengung kommen einen Feldversuch mit zweitausend autonomen Fahrzeugen zu machen, um daraus dann wirklich Deutschland oder für Europa das Autonome fahren als Geschäftsfeld weiter zu sichern.
00:41:57: Wie ist seit der Zeithorizont?
00:41:58: Was denken Sie?
00:41:59: Wann wird es Realität?
00:42:01: Ich glaube, es ist ein Muss, dass es sehr zeitnah passiert weil ansonsten andere Hersteller hier nach Deutschland kommen werden mit autonomem Fahrzeug.
00:42:10: Also ich würde mir das in drei Jahren wünschen.
00:42:12: also bitte den Podcast in drei Jahre nochmal rausholen.
00:42:16: Ja, schöne Vorstellung eigentlich.
00:42:18: Dass man sich in sein Auto setzt, dann wird man gefahren und muss ihn nicht mehr so konzentrieren.
00:42:23: Das heißt autonomes Fahren, das heißt ich setz mich rein, ich kann auch hinten sitzen und das Auto fährt.
00:42:29: ist das realistisch für Deutschland?
00:42:31: Gut, dass es jetzt wieder eine... Ist das ne propagatische Frage?
00:42:35: Das will ich jetzt nicht beantworten.
00:42:36: So gedacht!
00:42:37: Ich kann jetzt mal sagen, es gibt ja unterschiedliche Arten des autonomen Fahrens, unterschiedlicher Level.
00:42:41: bei Level vier muss irgendwo noch einer Aufsicht da sein, die muss aber nicht in dem Fahrzeug stattfinden.
00:42:46: Sobald ein Busfahrer oder einen Aufseher im Auto sitzt dann habe ich ja wenig von dem autonomen Fahren.
00:42:52: Dann sitzt eine hoch qualifizierte Person da drin und kann im Zweifelfall eingreifen.
00:42:56: also Level vier würde ich mir wünschen mit einer gewissen Überwachungseinheit level fünf wo es an alles ganz autonom geht das lassen wir nochmal etwas weitere Zukunft kommen.
00:43:07: Aber Level V halte ich durchaus im Rahmen von drei bis fünf Jahren.
00:43:12: Ich glaube wir müssen dahin kommen.
00:43:13: Als Professor an einer Universität kann ich das leicht sagen, aber wir wollen natürlich mit unserer Forschung und der Zusammenarbeit mit den Entwicklungsabteilungen.
00:43:21: Mit unseren Herstellern wollen wir da hinkommen.
00:43:24: ansonsten wie gesagt das Geschäftsfeld wird aufgeteilt.
00:43:27: warum sind die großen Tech-Konzerne daran das autonome Fahren so weiter zu entwickeln?
00:43:31: weil da ein großes Geschäftsmodell lockt?
00:43:34: Ja und bitte nicht kommen!
00:43:35: Wir machen die Taxifahrer arbeitslos.
00:43:37: es gibt keine Taxifahre mehr es gibt keinen Busfahrer mehr.
00:43:40: Also ich würde Ihnen da uneingeschränkt zustimmen, weil das öffnet auch noch mal ein weiteres Feld.
00:43:46: Im Thema Autonomen fahren wir brauchen diese Assistenzsysteme die dahin führen jetzt, weil eine Voraussetzung fürs autonome Fahren sind die Daten Und wir brauchen einen guten Zugang zu den Daten.
00:43:59: Wir müssen diese Daten sammeln in riesigen Mengen und müssen uns auf dieses Thema autonomes Fahren mit der Technologie hinbewegen, da gibt es überhaupt keine Alternative.
00:44:09: wenn wir das nicht machen dann werden es andere für uns tun beziehungsweise die Automobilwirtschaft wird hier ein weiterer Nachteil auf der Innovationsseite bekommen.
00:44:21: Ich denke dass öffne dieses weite Feld mit Blick auf Innovationsführerschaft Europa, weil die europäische Automobilwirtschaft war über viele Jahrzehnte weltweiter Innovationsführer.
00:44:38: Und wenn wir diese Position beibehalten wollen dann müssen wir jetzt schleunigst dafür sorgen dass wir die Rahmenbedingungen schaffen um diese Innovationsführerschaften den neuen Technologien eben wieder zu erlangen bzw uns da in die Spitze zu setzen.
00:44:54: und Da gehört natürlich ein Stück Mut dazu.
00:44:57: Da gehört auch einen Pakt zwischen Ländern, Gemeinden und Bund dazu.
00:45:02: Und da gehört vor allem eine gemeinschaftliche Überzeugung dazu, dass wir nicht immer zuerst aufs Risiko schauen.
00:45:13: Also beim autonomen Fahren haben wir also mit sehr viel Energie dieses sehr relevante Triage-Problem diskutiert haben aber dabei komplett vergessen, dass diese autonome Technologie nachweislich deutlich sicherer ist als eine fahrerbezogene technologie.
00:45:36: will damit sagen man muss beide aspekte berücksichtigen.
00:45:40: Man darf nicht nur einzelne Aspekte betrachten und sich darin verkeilen keine lösungen finden und dann eben dem wettbewerb das Feld überlassen, damit der Wettbewerb an uns vorbeizieht.
00:45:55: Autonomes Fahren erleben sie heute in USA, Sie erleben das in China und Sie erlebene es jetzt schon in einzelnen Städten in Europa die das mit großen Feldversuchen initiieren.
00:46:10: Und da muss der Technologiestandort Deutschland sich doch bewusst machen dass es möglich ist und dass wir eben auch in Deutschland dieses Thema möglich machen werden und müssen, weil an der automobilen Technologie scheitert es im Moment nicht.
00:46:27: Es scheitern dann den Rahmenbedingungen.
00:46:29: Die zum Teil staatlich bestimmt sind durch Regulierung oder durch die mangelnde Bereitschaft Risiken einzugehen?
00:46:39: Ich habe ein bisschen Tiefluft geholt, als Frau Labé sagte ich muss ihn unangeschränkt.
00:46:44: Da hab' ich gedacht wie welche Wendung nimmt der Satz jetzt?
00:46:47: Nein da bin ich ganz, ganz furchtbar.
00:46:48: Ich glaube das sind wir übereinstimmend einer Meinung.
00:46:51: Ja!
00:46:52: Ich glaube dass es jetzt vielleicht ein bisschen vereinfacht von mir gedacht in der Invention sind wir sehr gut aber jetzt geht's daraus eine Innovation zu machen und das Ganze den Markt zu bringen.
00:47:02: Und das sollte man nicht wieder wie bei anderen Technologien, anderen überlassen.
00:47:06: Gut dass es jetzt auch leicht gesagt und nicht ganz einfach umzusetzen.
00:47:09: Da ist natürlich unser demokratisches federales System was ich natürlich sehr schätze.
00:47:14: Das ist da vielleicht manchmal sehr kompliziert.
00:47:24: In der heutigen Folge des Wirtschaftsalphabes geht es um den Buchstaben L für Lithium-Ionen-Batterien.
00:47:34: Lithium-Ionbatterien haben die früher üblichen Blei und Nickel-Metallhydrid Akkus längst abgelöst.
00:47:40: Und das aus gutem Grund!
00:47:42: Sie bieten eine deutlich höhere Energiedichte, kennen keinen Memory Effekt –
00:47:46: d.h.,
00:47:46: ihre Kapazität bleibt auch nach vielen Ladezyklen stabil.
00:47:50: Das macht sie ideal für Smartphones und Laptops, wo sie zuverlässig und lange durchhalten.
00:47:57: Bei Elektroautos stoßen Lithium Ionbaterien allerdings schneller an ihre Grenzen.
00:48:02: Zum einen, weil für große Reichweiten sehr viel Speicher nötig ist.
00:48:06: Zum anderen wegen der Kosten!
00:48:08: Während die Preise Anfang der Zwei-Tausendzehnerjahre noch bei rund fünfhundert Euro pro Kilowattstunde lagen sind sie inzwischen auf hundert Euro gesunken.
00:48:16: Für ein typisches Stadtauto mit einer dreißig Kilowattsstunde Batterie bedeutet das immer noch rund drei tausend Euro allein für den Akku und das treibt die Fahrzeugpreise in die Höhe.
00:48:27: Ein spannender Blick in die Zukunft zeigt mögliche Nachfolger.
00:48:30: Lithium-Luftbatterien könnten dank eines einfacheren Aufbaus deutlich mehr Energie pro Kilogramm speichern und zu Reichweiten sprunghaft erhöhen.
00:48:39: Allerdings dauert es noch Jahre, bis diese Technologie serienreif ist.
00:48:43: Experten rechnen frühestens nach zwei Tausend Dreißig damit.
00:48:47: Daneben wird auch an Nahtrimionen und Magnesumpaterien geforscht – die mit günstigeren Rohstoffen einer höheren Sicherheit, Energiespeicherdichte sowie Reichweite punkten wollen!
00:48:57: Insgesamt bleibt die Batterietechnologie weiterhin ein spannendes Feld, das die Elektromobilität in den kommenden Jahren maßgeblich prägen wird.
00:49:09: Na gut auf der anderen Seite gibt es auch die Chance dass die Länder wenn sie dann die Notwendigkeit erkennen und auch die Chancen sehen.
00:49:15: Und gerade für Niedersachsen gilt das.
00:49:17: wir sind Autorbiland.
00:49:19: Wir haben eine große Geschichte auch am Standort Wolfsburg und auch mit den Zudieferern.
00:49:25: Es wäre natürlich auch eine Chance für Niedersachsen, wenn man auf dem Thema besonders viel Initiative und Druck entwickelt um auch für den Standort einen Fortschritt und ein Wettbewerbsvorteil zu erlangen.
00:49:36: Wie handlungsfähig kann denn eine Landesregierung sein?
00:49:40: Oder braucht es den großen Aufschlag vom Bund?
00:49:42: Es braucht erstmal den Aufschchlag der EU-Kommission weil viele dieser relevanten Gesetze kommen aus Brüssel.
00:49:50: das heißt dort braucht's ne gute Vertretung Automobilwirtschaft, die auch da ist natürlich.
00:49:57: Es braucht eine Bundesregierung, die sich einig ist.
00:50:00: Da ist positiv zu bewerten das der Beschluss der Koalition bezüglich der anstehenden Automobilenregulierung jetzt mal getroffen wurde.
00:50:09: dass wir also in Brüssel auch mal abstimmen können finde ich großartig, dass die Koalition sich damals durchringen konnte auf einer gemeinsamen Position.
00:50:22: Und dann braucht es auch richtungsweisende Innovationsförderungen.
00:50:27: Da hängt's, man hat das aber schon erkannt.
00:50:31: also wir sehen da viele gute Impulse Aber wir brauchen mehr.
00:50:36: Wir brauchen wirklich massive Anreize dass Innovation in Deutschland gefördert wird Dass die Unternehmen diese enormen Investition nicht alleine schultern müssen.
00:50:49: Und dann braucht man eine lokale Regulierung, die auch etwas risikobereiter ist um solche Technologien zu testen und in den Markt zu bringen.
00:51:00: Wenn wir es nicht tun werden uns andere überholen mit Protektionismus oder ohne.
00:51:05: Das heißt dann geraten wir ins Hintertreffen und dann werden Entwicklungen woanders in der Welt stattfinden, dann werden wir Autos importieren aber wahrscheinlich keine mehr selbst herstellen.
00:51:15: Fragezeichen Oder nur noch im geringen Umfang?
00:51:19: Ja, die deutsche Automobilindustrie oder die europäische Automobilindustrie lebt ja von ihren Exporten.
00:51:26: Das ist nicht nur der Binnenmarkt sondern es vor allem die Exportfähigkeit.
00:51:31: und eine Exportfähigkeit ist dann gegeben wenn ich wirtschaftlich wettbewerbsfähig aber vor allem technisch innovativ unterwegs bin.
00:51:40: Meine Frau Labe hat das ja eben schon angesprochen, dass sich viele Hersteller aus Kleinwagen-Segmenten zurückgezogen haben.
00:51:47: Weil sie wirtschaftlich kaum noch darstellt.
00:51:49: Ich meine ich habe bei der Firma Ford gearbeitet also kein Geheimnis.
00:51:52: Da wird der Fiesta eingestellt weil er sich einfach... Das war in meiner Zeit schon ein geschäftsmäßiger Herausforderung.
00:51:59: jetzt gibt es dieses Auto was Generation begleitet hat will nicht sentimental werben.
00:52:02: Das gibt's gar nicht mehr im Fortwerk in Saar Louis da hab' ich Produktionsstaats mit unterstützt.
00:52:08: Ich will nicht sagen geleitet, dafür war ich dann nicht im Vorstand oder sonst was.
00:52:12: aber da haben wir Produktionsstaats gemacht.
00:52:13: das Werk gibt es gar nicht mehr und ich meine jetzt wollen wir gar nicht weiter prognostizieren.
00:52:18: Das sind andere Regionen.
00:52:19: das Saarland wird ja sehr stark betroffen von sein dass sich der größte Gewerbesteuerzahler so hieß es damals in Saarlands den Gips auf einmal nicht mehr oder jedenfalls nur noch verschwindend gering.
00:52:30: Ich glaube, das ist ein großes Risiko und in anderen Bundesländern vielleicht noch ungleich stärker.
00:52:34: Gut andere Bundesländer sind größer aber es ist das Risiko da noch einfach größer.
00:52:38: Will ich jetzt nicht ins Schwarzmalen gehen?
00:52:40: Ich kann ja jetzt sagen dadurch dass ich bei der Firma weggegangen bin ging's dann nach unten, nee um Gottes will das war sicherlich nicht so.
00:52:46: Aber wir wollen als Forschung unseren Beitrag dazu leisten.
00:52:49: Das gehört dazu, dass die Forschungseinrichtungen auch noch stärker in den Transfer gehen.
00:52:54: Da werden wir von unserer Politik Hingebracht, aber das war in der Vergangenheit auch nicht unbedingt immer ein Selbstläufer.
00:53:00: Es gibt aber auch Hoffnung und es ist immer dann wenn so ein Technologiesprung kommt, gibt's ja wieder Hoffnungen in der neuen Welle vorne zu sein bis hin jetzt dass Volkswagen den ID Polo bringt vielleicht dann auch noch das Fahrzeug darunter.
00:53:16: Citroen legt die Ente wieder auf voll elektrisch Renault hat enorme Erfolge mit dem elektrischen R-V.
00:53:26: Man sieht also, dass so lieb gewonnene Ekonen der Vergangenheit schon erfolgreich transformiert werden in die Elektroindustrie.
00:53:38: Das gibt mir persönlich Hoffnung für unsere Mitglieder auch das sowas gelingen kann.
00:53:44: Wir müssen einfach nur sehen, dass wir jetzt nicht wieder anfangen mit einer überbordenden Regulierung.
00:53:49: Die solche Innovationen und solche Entwicklungen die ja von den Menschen auch gebraucht werden sonst würden sie ja nicht so positiv angenommen.
00:53:59: Dass solche Entwicklung dann wieder durch Auflagen zunichte gemacht werden.
00:54:04: Ja das war fast schon ein schöner Schlusssatz weniger Regulierungen.
00:54:07: Vielleicht
00:54:07: kann ich noch einen Punkt dazu fügen.
00:54:09: Ich meine wir haben ja im Bereich Batterie oder auch die weiteren Teil des Fahrzeugs haben wir auch ein enormes Potenzial mehr in die Kreislaufwirtschaft zu gehen und nicht die Fahrzeuge, die deutschen Fahrzeugen diffundieren irgendwo ins Ausland.
00:54:21: Keiner weiß genau wo sie hingehen jetzt mal sehr vereinfacht dargestellt Und die Rohstoffe hier im Land halten.
00:54:28: das wäre ja auch eine Strategie.
00:54:30: Das gilt für die Batterien wo sehr wertvolle Rohstoffen drin enthalten sind aber auch der übrige Teile des Fahrzeuges.
00:54:35: ich denke dass ist auch noch meine riesige Perspektive.
00:54:38: Insofern gibt es Auch ein paar Regularien, die uns dabei vielleicht helfen werden.
00:54:42: Dass man in Zukunft mehr Kunststoffe wieder verwenden kann und sollte – das wird ja mit ziemlicher Sicherheit kommen bei der Batterie – gibt es einige Richtlinien, denen uns dazu bringen dass mehr von der Batteries wiederverwertet wird.
00:54:55: also ein kleines bisschen kann es auch fördern.
00:54:56: wenn es nicht gemacht wird dann überschwemmen wir uns die ausländischen Fabrikate nicht mehr recycelt werden und die Wertstoffkreisläufe nicht geschlossen werden.
00:55:06: Ich glaube, dass es für uns auch eine gewisse zusätzliche Chance
00:55:09: gibt.".
00:55:09: Das heißt also grundsätzlich sind sie optimistisch wenn wir schaffen, die Technologien zu entwickeln, nicht so stark die Forschung einzuschränken, wenn wir mutig sind, wenn Staat auch die Chancen erkennt und nicht über die Risiken nachdenkt dann hat die deutsche Industrie in der Zukunft.
00:55:26: Wenn wir das klein klein machen, wenn immer nur einen Risikendenken, Dann gehen Unternehmen raus aus Deutschland oder Europa.
00:55:35: Wir hatten einen Vortrag des CEO von Siemens vor einigen Wochen im DIHK, viel Forschung in dem Konzern findet bereits in Asien statt.
00:55:43: Wir müssen dafür sorgen dass die Dinge in Deutschland und Europa passieren damit wir hier die Wertschöpfung halten und auch die Arbeitsplätze erhalten.
00:55:49: aber wenn wir es richtig machen können wir schaffen dann haben wir eine Zukunft kann man das so sagen.
00:55:54: Und wenn wir die Lohnkosten und Stromkosten soweit unter Kontrolle bringen dass wir wettbewerbsfähig sind
00:56:01: Ja, sehr gut.
00:56:03: Vielen Dank für das sehr interessante Gespräch!
00:56:07: Vielen Dank!
00:56:07: Hat mich sehr gefreut und ich glaube da waren sehr viele interessante Punkte dabei.
00:56:10: Ich habe auf jeden Fall eine Menge gelernt.
00:56:12: Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche und genießen Sie das wahrscheinlich überall in Deutschland.
00:56:16: schöne Wetter im Moment.
00:56:18: Und ich freue mich wenn wir uns das nächste Mal irgendwo live um den Farbe sehen vielleicht irgendwo in Berlin oder mal im Braunschweig wird mich freuen.
00:56:25: herzlichen Dank dass sie da bei waren heute.
00:56:27: Gerne in Braunschweig, Frau LaBee hat mich sehr gefreut sie auf diesem Weg kennenzulernen.
00:56:31: Es war nur virtuell aber immerhin!
00:56:33: Dito wir werden uns sicher wieder begegnen.
00:56:35: In dieser Industrie trifft man sich ja immer wieder.
00:56:42: Das war die fünffzehnte Folge von Moin Wirtschaft zum Thema Automobilwirtschaft.
00:56:46: Wenn Ihnen die Folge gefallen hat freuen wir uns wenn Sie unseren Podcast abonnieren und bewerten.
00:56:51: Bei Themenwünschen schreiben Sie uns gerne eine Mail an redaktionatihklv.de.
00:56:56: Stichwort Moin-Wirtschaft.
00:56:58: In den Show-Noten finden Sie die Links zu unseren Studien und Quellen.
00:57:02: Bis zum nächsten Mal dabei sein!
00:57:15: Redaktion und Produktion, Poolartists Charlotte Steinbach.
00:57:32: Gästemanagement
00:57:33: Anna Faldig.
00:57:35: Sprecherin Gesine Kühne.
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